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Outdoor & Survival-Handwerk 

African Bushcraft, kommt als Fach in allen 4 Rangerkursen vor, wobei die Fähigkeiten und Kenntnisse in jedem Folgekurs weiter aufgebaut und vertieft werden. Zudem gibt es in jedem Folgekurs neue Aufgabenstellungen, Themen und Techniken.

Basis des Rangerlebens

Ein Ranger ist zwangsläufig auch ein Bushcrafter..... und "Craft" bedeutet in erster Linie "Handwerk". Bushcraft-Training umfasst also Skills aus einer Reihe von grundlegenden handwerklichen Bereichen, ausgeübt unter Wildnisbedingungen. Diese dienen nicht nur dem Survival, sondern auch dem moeglichst "guten " Leben in der Wildnis.

In vielerlei Hinsicht ist Bushcraft die Basis für das Outdoorleben und Survival. Es beinhaltet den fachgerechten Umgang mit dem Outdoorgerät, dies in Stand zu halten, auch mit improvisierten oder primitiven Mitteln, oder es bei Verlust oder Nichtvorhanden durch Improvisation oder primitive Tools aus der Natur zu ersetzen.

Ohne diese Fähigkeiten kann Outdoorleben zum Stress werden, oder man steht im Ernstfall in der Wildnis "mit leeren Händen" da, was Leben und Gesundbleiben erschweren und das Ueberleben gefährden kann.

Trainingsinhalte

1. Tool handling Skills

Der geschickte Umgang mit Specialized tools, zum Beispiel mit Messer und Machte. Auch der generelle Umgang mit Tools wie Kompass und GPS zählt bei uns unter Bushcraft, damit die generelle Funktion und die Handgriffe als bekannt vorausgesetzt werden kann, wenn sie für praktische Navigationaufgaben draussen in der Wildnis eingesetzt werden. 

2. General Repair Skills

Die Reparatur von Ausrüstung unter Wildnisbedingungen, entweder durch Improvisation mit "zweckfremden" Mitteln" oder "primitiv" durch Dinge, die wir in der Natur finden und gewinnen koennen, - dazu gehört zB die Verwendung von Baumharz als Klebstoff.

3. Vehicle Mechanic Skills

Eine Autopanne ist eine der häufigsten Ursache für eine nachfolgende Survivalsituation. Ein Ranger muss deshalb auch ein wenig Automechaniker sein, um die häufigsten Ursachen für Fahrzeugpannen aus eigener Kraft zu beheben. Ein beschädigter Reifen ist normalerweise durch das Gelände bzw. die Untergrundverhältnisse ausgeloest. Dies wiederum ist der bei weitem häufigste Grund für Fahrzeugpannen, die letztlich eine der häufigsten Gründe für schwerwiegende Notsituationen in der Wildnis sind.  Deshalb liegt  unser Schwerpunkt auf die Behebung von Reifenpannen, auch unter schwierigsten Bedingungen und in Survivalsiuationen.

4. Tool making

Den Ersatz von verlorener, defekter oder nicht vorhandener Ausrüstung durch Improvisation oder primitive Geräteherstellung rein aus der Natur. Beispielsweise kann ein gefundenes Wildtierschulterblatt als Schaufel dienen, oder die Machete kann zum Graben eingesetzt werden (improvised equipment).

5. Fire making
Geschicktes Feuermachen ist Teil von Bushcraft. Es beginnt mit den Specialised Tools, die sich am Mann befinden sollten, also Streichholz, Feuerzeug und Feuerstahl. Auch mit diesen Specialized Fire-making Tools ist Feuermachen unter Wildnisbedingungen nicht so leicht wie manche denken. Schwieriger wird es, wenn man mit Improvised Fire-making Tools ein Feuer entfachen muss, zB mit Brennglas. Im Bereich Primitive Fire-making Tools sollte nur die älteste aller Formen des Feuermachens - nämlich "Feuersammeln & Feuer-Konservierung" auf dem Plan stehen. Methoden wie Stein-auf-Stein-Feuerschlagen oder Feuerquirll sind in einer realen Notsituation aus verschiedenen Gründen voellig unrealistisch, wenn man praxisbezogen trainiert. Sie haben ihren Platz im sogenannten “Ethno- oder Archaeo-Survival, aber nicht im realitätsbezogenen Survivaltraining.

6. Butcher skills

Nach Erjagung und Bergen eines Wildtieres beginnt die Arbeit des Schlachters, - in der Jägersprache "Versorgen" genannt. Ein Ranger muss auch ein guter Butcher sein, 

a) Um ein Wildtier komplett verwerten zu koennen

b) Um dies in angemessener Zeit zu schaffen

c) Um beim Schlachten Energie zu sparen

d) Um sich beim Schlachten nicht zu verletzen (harte Messerarbeit !)

Je nach Ausrüstungslage muss der Ranger dies auch mit weniger geeigneten Messern schaffen, z.B. mit einer Machete / Panga oder mit einem "zu kleinen" Messer, oder mit dem Beil. Auch das Haltbarmachen des Wildbrets - in Afrika fast ausschliesslich durch Lufttrocknung zur Herstellung des schmackhaften Biltongs, wird bei SurvivalZone gelehrt.

 

7. Cooking skills

Eine gute Nahrungszubereitung in allen Ausrüstungsniveaus - specialised, improvised, primitive - hält auch in der Wildnis Leib & Seele zusammen, stärkt koerperlich und seelisch. In einer Survivalsituation dient Kochen oder Braten / Grillen auch dazu, die Nährstoffe besser aufzuschliessen und damit in einer Notlage die Energiezufuhr zu optimieren. Eine gute Campküche ist auch mit Specialised Equipment nicht einfach - und wird entsprechend trainiert (Campfire cooking)..

 

8. Camp management

Campen ist im Prinzip das "Haushaltsführen" in der Wildnis, - Wohnen, Essen, Koerperpflege. Auf hoher Aurüstungsstufe oder aber bis ganz primitiv, ist dies die Basis für gutes, stressfreies und auch sicheres Leben in der Wildnis. Es verlangt Management-Skills als auch auch handwerkliche Fähigkeiten und muss entsprechend trainiert werden.

Bushcraft-Ausrüstungniveaus

Auch mit guter Ausrüstung ist Outdoor-Leben und Survival in echter Wildnis eine Herausforderung, die intensives Training und den ganzen Mann/Frau fordert. Im Bushcraft lernen die Ranger-Azubis, in allen Ausruestungsniveaus zu arbeiten:


Specialised Equipment Survival:

Hier verfügen wir über Ausrüstung, die für den geforderten Zweck gemacht sind. Dennoch ist Uebung notwendig, um sie moeglichst effektiv einzusetzen. 

Improvised Equipment Survival:

Wenn Spezialausrüstung ausfällt, muss andere Ausrüstung oder gefundene Gegenstände (auch "Müll") zweckentfremdet werden.

Primitive Equipment Survival:

Wenn es ganz schlimm kommt (und "Murphy's Law" ist gnadenlos), dann muss der Ranger mehr und mehr mit dem zurechtkommen, was die Natur zu bieten hat. Hierbei begeben wir uns dann bis zurück in die Steinzeit, in der Stein, Holz, Knochen, Fell etc als Werkzeug, oder als Werkzeugrohstoff dienen. - Das reichliche, "wilde" Vorkommen dieser Steinzeitmaterialien im Ondjou Wilderness Reserve bietet beste Bedigungen, um diese faszinierenden Skills zu erlernen.