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Rüdiger Nehberg:

Angst hab ich

vor Menschen !

Crime+Terror Survival beschäftigt sich mit einem Thema, das viele Survival-Interessierte ausblenden: Die Gefahr durch menschliche Gewalttäter, - Kriminelle oder Terroristen, auch in Wildnisgebieten, ausserhalb von Städten und Ortschaften. Survival-Training an der SurvivalZone Wilderness Academy richtet sich aber strikt nach der Realität aus. Wegen des statistisch nachweisbaren, hohen Stellenwerts des Crime+Terror Survival, um gesund und unbeschadet zu bleiben, hat "CTS" einen festen Platz in unserer survival-orientierten Rangerausbildung.

 

Warum Crime-Terror Survival ?

Crime+Terror, von den urbanen Regionen und "auf dem Land" bis hinein in die Wildnis, ist statistisch gesehen eine weitaus groessere Gefahr in der Wildnis als die vielgefüchteten Schlangen. Auch die Gefahr des Verhungerns, Verdurstens oder andere Naturgefahren bliben weit dahinter zurück. Alleine in Afrika kommen hunderttausende Menschen jährlich durch "intentional injury", also Gewalttaten, ums Leben. Diese Bedrohung trifft jeden, nicht nur Einheimische und Profis, sondern auch Touristen, Abenteuereisende und jedermann, sogar bis hinein in den heimatlichen Bereich.

Nicht nur aufgrund eigener Erfahrungen halten wir deshalb Crime+Terror Survival für einen überlebens-notwendigen Bestandteil der Ranger- und Survivalausbildung. Es ist zudem ein notwendiger Schritt, um in der Wildnis autark zu sein. Denn dort, wo es keine Polizei gibt und noch nicht einmal angerufen werden kann, oder überall dort, wo staatliche Ordung zusammengebrochen ist, wiegt die Sorge und Gefahr vor kriminellen oder gar terroristischen Angriffen schwer. 

Rüdiger Nehberg: Angst habe ich vor Menschen

Der verstorbene "SirVival" Rüdiger Nehberg, der so ziemlich alles an Naturgefahren überlebt hat, nimmt zu der Bedrohung durch Crime+Terror eindeutig Stellung, nicht erst ausgeloest durch den Tod seines Begleiters Michael Teichmann 1975 am Blauen Nil. Hier seine Stellungnahme in einem Zeitungsinterview auf die Frage ob er jemals Angst in der Wildnis hatte:

......."Doch! Als mein Freund Michael Teichmann 1975 am Blauen Nil vor meinen Augen erschossen wurde, da habe ich mir voll in die Hose gemacht, weil ich fürchtete, ich würde der Nächste sein. Der Körper entleert sich, weil er schneller werden muss. Die Banditen hatten geglaubt, unsere Gruppe sei unbewaffnet. Aber wir hatten einen Revolver dabei. Wir schossen zurück und entkamen in einer fünftägigen Flucht über den Blauen Nil. Wir wussten, dass sie uns nachsetzen würden, um die Zeugen der Mordtat zu beseitigen. Wir hatten den Nachteil, auf den Fluss angewiesen zu sein, der sich durch ein Gebirge schlängelt. Die Banditen kannten die Gegend wie ihre Westentasche. Wir mussten hinter jedem Stein einen Hinterhalt vermuten. Fünf Tage pure Angst. Eine solche Furcht habe ich mir auch nie wegtrainiert. Sie ist ein wichtiges Alarmsignal".....

Sein eigenes Leben konnte er vor den Gewalttätern nur durch eine fünftägige Flucht über den Blauen Nil retten. Dazu mehr in unserem Aufbaukurs "Survival": SERE Specialist.

Crime+Terror in der Wildnis

Leider macht Crime+Terror auch vor der Wildnis nicht halt. Im Busch sind nicht nur Wilderer ein Problem für die persönliche Sicherheit. Es gibt nicht nur in Afrika Räuberbanden, die gezielt in entlegeneren Gebieten operieren. Terroristen nutzen die Wildnis als Versteck und Operationsbasis. Auch die Gefahr durch Gelegenheitskriminelle ist nicht zu unterschätzen. Auch Begegnungen von Militär oder Polizei kann eskalieren, - Begegnungen sollten je nach Land oder Region vermieden werden. Unser Crime+Terror Survival-Training ist an den Bedingungen der Wildnis ausgerichtet und findet selbstverständlich auch in der Wildnis statt - in wild-romantischer, afrikanischer Landschaft. 

Animal Danger Survival und Crime + Terror Survival

Die Parallelen zwischen der Verteidigung gegen Tierangriffe and Angriffe von Gewalttätern sind natuergemäss sehr gross. Was gegen angreifende Tiere hilft, kann natürlich ebenso im Crime+Terror Survival eingesetzt werden - und umgekehrt. Dennoch gibt es natürlich Unterschiede, weshalb diese zwei Fachbereich trotz der vielen Gemeinsamkeiten getrennt trainiert werden.

Trainingsgrundlagen

Der Kurs richtet sich ganz an der Realität aus, geleitet von Risikostatistiken und unseren Erfahrungen bei der Konfrontation mit Gewalttätern.  

Im Rahmen der SurvivalZone-Rangerausbildung bereiten wir uns auf folgende Gefahrenlagen vor:

a) Kriminalität: Angriff auf Leib und Leben; Entführung; Raub und Diebstahl von wichtiger Ausrüstung oder Fahrzeug

b) Terrorismus: Angriff auf Leib und Leben; Entführung und Geiselnahme

c) kollaterale Gewalt, der man in Kriegszonen zum Opfer fallen kann

d) kollaterale Gewalt, der man bei Unruhen (violent civil unrests) zum Opfer fallen kann

 

Notwehrgrundsatz

Eine Notwehrsituation, in der ein Angreifer durch körperliche Gegenwehr gestoppt werden muss, sollte durch die präventiven Massnahmen so weit moeglich verhindert werden. - Trotzdem kann es jedoch zu einer Konfrontation kommen, die durch Deeskalation, Ausweichen oder Flucht nich mehr entschärft werden kann. In dieser Extremsituation ist unbewaffnete und auch bewaffnete Notwehr weltweit legal und vom Gesetz geschützt.

Herausforderung

Crime+Terror Survival-Verteidigungsfähigkeiten sind extrem trainingsintensiv und schwierig zu erlernen und erfordern nicht nur gute physische Voraussetzungen, sondern auch Entschlossenheit und mentale Stärke. 

CTS Disziplinen

Um diese Fähigkeiten zu entwickeln, müssem die Ranger-Azubis in fünf Fachbereichen ausgebildet sein:

1) Crime+Terror Scouting & Evasion

= Nicht-Erkannt-Werden, Ausweichen und Verstecken vor Gewalttätern

2) Crime+Terror Deescalation (Non-Physical Self-Defense)

= "Gewaltlose" Selbstverteidigung, basierend auf Verhaltenstechniken und Retorik, um Gewaltausbrüche zu verhindern

3) Crime+ Terror Escape

= Flucht vor Bedrohung oder Angriff

4) Crime+Terror Contact Defense

= Verteidigung gegen Gewalttäter im Kontaktnahkampf, waffenlose oder mit Kontaktwaffen (z.B. Stock, Messer) und primitiven Distanzwaffen (z.B. Speer, Wurfholz)

5) Crime+ Terror Survival Shooting

= Verteidigung gegen Gewalttäter im Distanzkampf, durch Schusswaffeneinsatz

Crime+Terror Survival-Training als Wildniserfahrung

Unser Crime+Terror Survivaltraining ist pure Action in der Wildnis, umgeben von Afrikas wilder Natur.  Das CTS-Training mit seinen physischen Herausforderungen, in Kombination mit den anderen Survivaldisziplinen, ergibt eine vielfältige, einzigartige Mischung und rundet das Outdoor-Abenteuer ab.

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