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DIE URFORM DES SURVIVAL

Wilderness Hunting kommt als Fach in allen 5 Rangerkursen vor, wobei die entwickelten Kenntnisse und Fähigkeiten in den Folgekursen konsequent vertieft werden. In allen Kursen gibt es zudem neue Aufgaben und zunehmenden Schwierigkeitsgrad.

Kursbeschreibung

Wilderness Hunting umfasst die grundlegenden Jagd-Taktiken - Scouting, Anpirschen, Jagdhinterhalt, Tracking (Verfolgen der Spur) und das Bergen der Jagdbeute. Die anderen Aspekte der Jagd haben wir in Extra-Fächer ausgegliedert. 

1. Den Umgang mit Jagdwaffen, in allen drei Ausrüstungsstufen, lehren wir im Fach "Hunting Weapons", wobei wir mit primitiven, traditionellen und improvisierten Jagdwaffen trainieren.

2. Das Schlachten (Skinnen, Aufbrechen und Zerwirken) der Jagdbeute als Teil des Jägerlebens gehoert, lehren wir bei SurvivalZone im Fach "Bushcraft". Dazu gehoert auch die Haltbarmachung des Wildbrets und - zu guter letzt - das Zubereitung des Wildbrets auf dem Lagerfeuer. So schliesst sich der Kreis.

 

Bedeutung von Wilderness Hunting 

1) Jagd ist für Ranger ein extrem wichtiger Teil des Lebens und seiner Arbeit in der Wildnis. Im Emergency survival ist es dagegen weniger bedeutsam. Der Tod in Busch und Wüste erfolgt viel rascher durch andere Einflüsse als durch Verhungern. In seltenen Ausnahmen, zum Beispiel langandauernden Survivalsituationen sehr weit entfernt von jeglicher Nachschubquelle, kann aber auch Jagd zu Survivalzwecken notwendig werden.  

Für das längerfristige und autarke Outdoor-Leben muss der Ranger aber auch Jäger sein. Nur dadurch koennen Ranger auch im Team länger im Busch autark leben, ohne nennenswerten Nachschub von aussen, und dabei bei vollen Kräften bleiben. Wichtig koennte die Jagd auch in "zivilisatorische Krisenzeiten" (Zusammenbruch staatlicher Ordnung) sein.

Jagd als Allround-Trainingsmittel in der Rangerausbildung

Durch Jagd kann ein Ranger die meisten Outdoor- und Survivalfähigkeiten entwickeln, die in fast allen Survivaldisziplinen von Bedeutung sind. Dazu gehoert Animal Danger Survival und Crime+Terror Survival, aber auch das generell Scouting und Tracking. Deshalb ist ein guter Jäger immer auch ein Ranger. - Hier eine Auflistung: 

- Scharfe Observationsfähigkeit und Sinnesschärfe

- Tarnung und Nutzung der natürlichen Umwelt, um unerkannt zu bleiben

- Unbemerktes Anschleichen; unsichtbar bleiben; sehen, aber nicht gesehen werden

- Fährtenlesen und Tracking (Verfolgung der Beute auf der Spur)

- Hinterhalt legen zu jagdlichen Zwecken

- Kontrolle von Stress und Adrenalin-Rush - Jagd ist Nervenbelastung

-Professionalität im Einsatz von (primitiven oder modernen) Jagdwaffen

- Einsatz der (modernen oder primitiven) Jagdwaffe unter körperlicher und mentaler Belastung

- Schlachten ("Versorgen" in der Jägersprache) des Wildes

- Bergen des Wildes- Zerlegen und Fleischverwertung

- Haltbarmachung des Fleisches durch Lufttrocknung-

- Verwertung aller Teile des Wildes für Survival- und Outdoor-Leben

- Vertiefte Kenntnis der Wildnis, der Wildtiere und ihres Verhaltens

Jagd in Namibia:

Jagd ist seit hunderttausenden von Jahren die wichtigste Ueberlebensstrategie des Menschen, lange vor Landwirschaft und Viehzucht. Die Jagd ist für viele Afrikaner immer noch eine völlig normale Form der Nahrungsgewinnung. Wie unsere Lehrmeister, die "ältesten Jäger " Namibias, die San (Buschleute), sind auch wir modernen Afrika-Jäger  tief mit der Wildnis und den Wildtieren verbunden, und stehen damit in Konkurenz zur Landwirtschaft und Industrie, welche darauf abzielen, die Wildnis und die Wildtiere zurückzudrängen, so wie dies in den Industrienationen geschehen ist.

Aus diesem Grunde sind die Jäger,  so paradox es für Uninformierte klingen mag, die "Hüter der Wildnis".

 

Jagdwaffen- und ausrüstung:

Auch mit guter Ausrüstung ist Jagd in echter Wildnis eine Herausforderung, die intensives Training und den ganzen Mann/Frau fordert. Wir bezeichnen diesen bestmöglichen Fall als "Specialised Weapon Hunting", d.h. die Jagd mit Schusswaffen. Beim Primitve Hunting reduziert sich dies auf traditionelle Waffen (Eisenspeer, Jagdbogen), improvisierte Waffen (z.B. Panga), oder primitiven Waffen aus der Natur (zB selbstgemachter Pfeil+Bogen). 
 
Jagd im Ondjou Wilderness Reserve:

Ondjou ist echte Wildnis, ohne die in Namibia häufigen "Wildgatter-Jagdfarmen": Auf Ondjou leben Wildtiere in grosser Zahl, die frei wie seit jahrtausenden umherstreifen. Hier ist schon das Aufspüren des Wildes eine Herausforderung. Die Vielfältigkeit der Landschafts- und Vegetationsformen sind ideal geeignet, um die effektivsten und ursprünglichsten Jagdtechniken- und taktiken zu erlernen.

Die Jagd auf Ondjou soll nicht nur der Hege und Fleischgewinnung dienen, sondern die Wildtieren wirtschaftlich soweit nutzen, dass ihr Fortbestand als Form der Landnutzung gegen die Viehzucht / Landwirtschaft, bei denen die Wildtiere im Wege sind, konkurenzfähig bleibt. Nur so konnten wir über viele Jahre hinweg, umgeben von kommerziellen Rinderfarmen, einen gesunden Wildtierbestand aufbauen und auch den verfolgten "Konflikttieren" wie Leoparden, Elefanten, Geparden und Löwen  einen Zufluchtsort schaffen. Grundsätzlich jagen wir nur Wildtiere, die in so hohen Beständen vorkommen, dass zu keiner Zeit eine Gefährdung des Bestandes besteht. - Die Jagd ist also verantwortungsvoll, nachhaltig und sinnvoll.

Unserer Schwesterfirma "Terra Africana Hunting Safaris" bietet spezielle Jagdsafaris für ambitioniertere Jäger an: www.namibia-hunting-safaris.com

 

Echte Jagd - oder simuliert:

In unserem Wilderness Hunting Kursen wird die Jagd meist nur trainiert und nicht unbedingt ausgeübt. Keiner muss also ein Tier töten, ausser es wird von einem Teilnehmer der Wunsch geäussert, die Jagd auch praktisch auszuüben. Ob tatsächlich Beute gemacht wird ist sekundär, solange die Beherrschung der Jagdwaffe, sowie die Jagdtechniken und Taktiken gut funktionieren. Im Training wird der Teilnehmer an der Waffe ausgebildet, sodass sie im Notfall auch mit Erfolg eingesetzt werden könnte. Zum Training kann die tatsächliche Jagd am Wildtier simuliert werden, z.B. das Anschleichen mit der Kamera  - mit dem Auftrag, ein Foto aus möglichst naher Distanz "zu schiessen". Falls dennoch auf Wunsch ein Tier erlegt werden konnte (was vor allem mit primitiven Jagdwaffen extrem schwierig ist !) wird das erbeutete Tier dann selbstverständlich fachgerecht zerlegt, zubereitet und gegessen.

Trainingsinhalte

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Scout & Stalk

Hunting

Jagd durch Spähen und Anschleichen (Pirsch)

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Hide & Ambush

Hunting

Jagd aus natürlichen oder getarnten Ansitzen/Hinterhalten

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Track & Stalk

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Jagd durch Verfolgung der Fährte einer Jagdbeute

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Low Light

Hunting

Jagd bei Dunkelheit

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Bait 

Hunting

Jagd mit Hilfe von Luder / Ködern

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Search & Shoot

Hunting

Visuelle Suche nach der Jagdbeute

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Prey

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Methoden der Jagdbeute-Bergung

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Bow
Hunting
Jagd mit dem Pfeil&Bogen

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Stick & Spear 
Hunting
Jagd mit Speer und Wurfstock

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